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pressetexte Stapel

Stapel sind nicht immer ein Zeichen reiner Ordnung, man
denke an die Stapel schmutziger Teller im Abwaschbecken.

Stapel sind leicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.
Verkäuferinnen verbringen  den halben Arbeitstag damit,
die von den Kunden anprobierten Pullover wieder in
ansprechbare Stapel zu verwandeln.

In der Bundeswehrausbildung gibt es strenge Vorschriften
über die Anordnung, Reihenfolge, Abstand und Höhe von
Uniformstapel in den Soldatenspinds: Wer diese nicht
befolgt und bei der Spindkontrolle entdeckt wird, muß
sämtliche auf den Boden herausgeworfene Kleidung
neu falten, stapeln,ordnen und abmessen.

Stapel eignen sich besonders für flache, gleichartige
Gegenstände. Sie würden viel horizontale Fläche
vergeuden und statt unordentliche Haufenberge zu bilden,
die das Zählen erschweren, werden sie entlang einer
vertikalen Linie angeordnet, wobei die Gesetze von Statik
und Schwerkraft beachtet werden müssen.

Kugeln lassen sich schlecht stapeln.

Schon Kleinkinder üben mit Bauklötzchen
Stapelkombinationen herzustellen, um sie dann lustvoll
zu demontieren.

Ein Unterschied von menschlicher und tierischer Intelligenz
zeigt sich an der Art der Stapeltechnik von Schimpansen:
Ein Schimpanse kann zwar  Obstkisten stapeln, um die
Banane von der Käfigdecke zu holen, doch benötigt er
dafür viele Versuche. Es fehlt ihm die Einsicht in die Regeln
der Statik.

Die Revolution der Transporttechnik ist die Erfindung des
stapelbaren Containers.

Das große Manko der Stapelordnung ist, daß das zuunterst
gelagerte Objekt nicht ohne Kraftaufwand und
Geschicklichkeit herausgeholt werden kann. Bei kleinen
Stapeln werden dazu beide Arme benötigt: ein Arm zieht,
der andere hält den Reststapel fest.

Je höher der Stapel, desto gefährdeter seine Ordnung.

Für Vorratshalter, Sammler und Roulettespieler verdoppeln
sich durch die Tätigkeit des Stapelns die Leidenschaft für
die gehorteten Objekte.

Reich sein heißt, etwas zum Stapeln zu haben. Schulden
lassen sich nicht stapeln, es gibt sie nur in Berg- und
Haufenformen.

Die Kunst der Architektur besteht darin, Materialstapel mit
diversen Klebemitteln dauerhaft zu fixieren. Die Geschichte
des Turmbaus zu Babel gibt den Staplern Hinweise, daß
auch geklebte Stapel einmal Ihre Maximalhöhe erreichen.

arbeiten/stadt im regal/stapel

 

 
 
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